> Unterbringung & Wohnen

Erstaufnahme
Nach ihrer Ankunft in Baden-Württemberg werden Flüchtlinge entweder im Registrierungszentrum Heidelberg oder in einer der anderen Landeserstaufnahmeunterkünften (LEA) registriert und medizinisch untersucht und bleiben vorerst in den Erstaufnahmeeinrichtungen.

Vorläufige Unterbringung
Nach spätestens drei, künftig sechs Monaten werden die Flüchtlinge nach einem Bevölkerungsschlüssel auf die Stadt- und Landkreise verteilt und kommen dort in die sog. vorläufige Unterbringungen. Die Zuständigkeit hierfür liegt bei den Kreisen. Die Verweildauer beträgt höchstens drei Jahre.

Anschlussunterbringung
Nach der vorläufigen Unterbringung werden die Flüchtlinge nach einem Bevölkerungsschlüssel innerhalb des Landkreises auf die Gemeinden in die sieg. Anschlussunterbringunge verteilt. Hierfür sind die Kommunen zuständig.

Wohnen
Asylsuchende, die auf Dauer bleibeberechtitg sind oder schon länger als zwei Jahre in einer Gemeinschaftsunterkunft leben, sowie Kontingentflüchtlinge können ihren Wohnsitz frei in Deutschland wählen. Finden sie keine Wohnung, kommen sie in der Anschlussunterbringung unter. Solange die Asylsuchenden kein eigenes Einkommen haben, übernehmen das Jobcenter oder das Sozialamt die Miete bis einer von der jeweiligen Kommune festgesetzten Höhe. Die Miete wird direkt an die Vermietenden überwiesen.

Residenzpflicht
In den ersten drei Monaten sind Asylsuchende residenzpflichtig. In Baden-Württemberg bedeutet das, dass sie sich innerhalb des Landes bewegen können. Anschließend müssen sie für die Dauer des Asylverfahrens ihren Wohnsitz in einer Kommune oder einem Stadt- bzw. Landkreis behalten. Asylsuchende, die von öffentlichen Leistungen abhängig sind, müssen ihren Wohnsitz in der für sie zuständigen Kommune behalten.