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In den ersten 3 Monaten besteht ein Beschäftigungsverbot. Anschließend bekommen Asylsuchende eine Arbeitserlaubnis, sofern sich keine andere anspruchsberechtigte Person für den Job findet. Informationen zum Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Migrationshintergrund gibt eine Broschüre der Arbeitsagentur. Nach einem Aufenthalt von mindestens 15 Monaten entfällt diese Vorrangprüfung. Kommunale und gemeinnützige Träger dürfen Arbeitsgelegenheiten für einen Stundenlohn von 1,05 Euro anbieten. Der Praxisleitfaden „Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt“ informiert schwerpunktmäßig potenzielle Arbeitgeber.

Städtische Arbeitsgelegenheiten
Die Landeshauptstadt Stuttgart bietet für Flüchtlinge im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) städtische Arbeitsgelegenheiten (AGH) an.
§ 5 Abs. 2 des AsylbLG sieht vor, dass Arbeitsgelegenheiten bei staatlichen, kommunalen und gemeinnützigen Trägern zur Verfügung gestellt werden sollen, sofern die zu leistende Arbeit sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden würde. Da es den Flüchtlingen in den ersten Monaten noch nicht gestattet ist, einer regulären Beschäftigung auf dem freien Arbeitsmarkt nachzugehen, bieten die städtischen Arbeitsgelegenheiten den Flüchtlingen die Möglichkeit, einer Beschäftigung nachzugehen und Struktur in ihren Alltag zu bringen. Darüber hinaus bieten die Arbeitsgelegenheiten die Chance, Kontakte zu knüpfen, sich in der Gesellschaft und Arbeitswelt besser zurechtzufinden und ermöglichen dadurch insgesamt eine bessere Integration.

Arbeitserlaubnis
Die Agentur für Arbeit berät und fördert auch Flüchtlinge. Hier gibt es eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten der Arbeitsagentur Stuttgart.

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beantwortet Fragen zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und gibt gute Hinweise zum Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge.

Berufliche Qualifikationen
Um die beruflichen Qualifikationen zu erfassen, bietet die Arbeitsagentur Fragebögen zur Kompetenzerhebung an:

WoW-Projekt für Muslima
Das WoW-Projekt zielt darauf ab, Frauen mit muslimischem Migrationshintergrund mit oder ohne Kopftuch in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Durch die Stärkung dieser Frauen durch Beschäftigung strebt WoW die Förderung von Toleranz, Respekt und Gleichberechtigung am Arbeitsplatz an und hat das Ziel, die Zahl der Frauen mit muslimischem Migrationshintergrund mit oder ohne Kopftuch im deutschen Arbeitssektor zu erhöhen: